Fotos 2022

Am 11. April feierte Pater Karl Schauer - allen Illmitzer Mariazellwallfahrern gut bekannt - den Martinustag in Stellvertretung des Bischofs mit den Firmlingen sowie den Pfarrgemeinderäten aus Apetlon und Illmitz. Es wurden zwar der Bischof und der Generalvikar erwartet, beide hatten aber ein Priesterbegräbnis zu leiten. Erfreulicherweise nahmen auch viele weitere Gläubigen an der Prozession teil, die bei der Martinussäule bei der Alten Mühle startete. In 7 Stationen – über die Schrändlgasse, Untere Hauptstraße, Kriegerdenkmal und alte Kirche wurde anhand der Werke der Barmherzigkeit das Wirken unseres Diözesanpatrons betrachtet. Bei jeder Station steht ein Kreuz, mit einem Handlungsimpuls. Pater Karl betonte die Aktualität dieses Heiligen sowie die zeitlos gültigen Werke der Barmherzigkeit, die besonders in der heutigen Zeit wieder in Erinnerung gerufen werden müssen. Ein Schwerpunkt der Gedanken und Gebete war der Krieg in der Ukraine und der Bitte um Frieden. In der Heiligen Messe sprach P. Karl von der Kirche, die eine einladende sein müsse, wofür besonders die Pfarrgemeinderäte berufen seien, und von der Kirche, die die Stimmen der Jugend brauche, die Jugendlichkeit, die von Offenheit und Toleranz geprägt ist. Pater Schauer überreichte den Firmlingen eine „Martinstafel“ mit einem Gebet und den Pfarrgemeinderäten ein Bild des Auferstandenen mit einem Meditationstext.

Bischof Nil Luschtschak OFM, und Caritasdirektor Myroslav Rusyn aus Uzhgorod feierten am Mittwoch (30. März) in Illmitz mit der Pfarre und vielen Flüchtlingen aus der Ukraine eine Hl. Messe. Die Pfarre Illmitz konnte 10.000 Euro an Spenden überreichen. Der Caritasdirektor, der sehr gut deutsch spricht, und der Bischof erzählten in der Predigt über die Situation in der Ukraine und bedankten sich bei den zahlreichen Kirchenbesuchern für die großzügigen Geld- und Sachspenden. „Dazu möchte ich ein herzliches Vergelt’s Gott sagen, für all die Hilfsgüter, die wir bekommen haben. Angefangen von Medizin über Essen, Kleidung, Kindersachen, Jacken und Schlafsäcke. Es ist so viel zusammengekommen. Die Leute bedanken sich überall höflichst.“ Die Spenden werden nicht in Uzhgorod verteilt, sondern in den Osten und Süden gebracht, vor allem in die Gebiete, die vom Krieg besonders heimgesucht sind. Die Hafenstadt Mariupol im Süden der Ukraine ist seit Wochen von jeglicher Versorgung abgeschnitten, umso wichtiger sind Hilfslieferungen. Wie jene von Pfarrer Günter Kroiss in Zusammenarbeit mit der Caritas in Ushgorod. Das berichtet Radio Burgenland. Tränen flossen, als von der Orgel ein ukrainisches Lied erklang … Nach der Heiligen Messe gab es einen regen Austausch mit den ukrainischen Flüchtlingen. Etliche Private haben auch ein Quartier für die Flüchtlinge angeboten, das wahrscheinlich in den nächsten Monaten noch gebraucht werden wird.